Preisverdächtige Museen für Bildungsreisen

Wohntrends im Architekturmuseum Frankfurt

Das Architekturmuseum in Frankfurt wurde 1977 geplant und in einem alten Gebäude umgesetzt, das von einem Privathaus zu einem öffentlichen Bau umgebaut werden musste. Der Architekt Oswald Mathias Unger entwarf ein so genanntes „Haus-im-Haus“, das außen von einer Mauer geschützt wird. Das ganze Gebäude hinterlässt schon von außen einen besonderen Eindruck auf Architekten und all jene, die sich für die äußere Hülle von Gebäuden und die Inneneinrichtung interessieren, sodass sie das Museum auch zum Erhaschen neuer Wohntrends besuchen. Vorgestellt werden Veränderungen über die Zeit, z.B. wie sich Plissees immer mehr als Sicht- und Sonnenschutz durchsetzten, da sie gleichzeitig dekorativ aussehen und funktional sind. Man findet Fotografien und kann sich stets in neuen Ausstellungen inspirieren lassen. Es gibt aber auch eine Dauerausstellung mit dem Namen „Von der Urhütte zum Wolkenkratzer“, die eine umfangreiche Sammlung der Architekturgeschichte enthält.

Großmodelle zeigen, wie der Mensch die Umwelt und Natur für sich umgestaltet hat, um überall über Wohnraum und andere architektonische Bauten zu verfügen. Der Beginn ist ein Dach, das aus nur aus Laub und Ästen gefertigt wurde, wie es um 400.000 v. Chr. in Nizza angewendete wurde. Weiter geht es mit einem berühmten Terrassentempel eines ägyptischen Pharaos, dem Forum in Pompeji, dem römischen Staatswesen und der Renaissance-Idealstadt von Papst Pius II. Vorgestellt werden zudem Schlossanlagen des frühen 18. Jahrhunderts und die negativen Folgen der Industrialisierung am Beispiel des Londoner Elendsviertels. Ganz am Ende stehen die Hochhäuser der Metropolen des 20. Jahrhunderts, wie die Skyline in New York und der Main Tower in Frankfurt, ein High-Tech-Gebäude des 21. Jahrhunderts. Es geht um Geschichte und moderne Markisentücher, in die man zusätzlich via Infomaterial, Weltkarten und einem Zeitstrahl eintauchen kann, um sich vielleicht auch im eigenen Wohnraum von vergangenen Designs inspirieren zu lassen.