Technische Museen und Technikdenkmäler
Auf dem Gebiet der Technik geht der Fortschritt so schnell voran, dass selbst Geräte und Maschinen, die vor ein paar Jahren noch modern waren, heute schon wieder in ein Museum gestellt werden könnten. Denken wir nur an die ersten Computer oder die ersten Handys über die wir heute nur noch lächeln können. Doch daran erkennt man am besten, wie kreativ der Mensch im Erfinden ist.
Besonders interessant sind die Zeitzeugen aus der Entwicklung von Fortbewegungsmaschinen, seien es Autos, Flugzeuge, Eisenbahnen, Fahrräder oder Schiffe. So lassen sich selbst männliche Kulturbanausen mal in ein Museum oder eine Ausstellung bringen. Und das gute daran ist, dass es solche technischen Denkmäler inzwischen an fast jedem Ort finden lassen. Wer z. B. mal Urlaub im Riesengebirge macht, kann in Tanvald die steilste Zahnradbahn Tschechiens bewundern, die seit über hundert Jahren in Betrieb ist. Fast alle Teile dieser Bahn sind noch Originalteile, was beweist, dass man auch mit wenig technischen Hilfsmitteln stabile und exakte Qualitätsarbeiten leisten kann.
Doch vor allem in den Ballungszentren der Industrie und in den großen Städten findet man zahlreiche Technische Museen oder ehemalige Produktionsstätten, die inzwischen zu Technikdenkmälern erklärt wurden. Dazu zählen z. B. geschlossene Gruben und andere Stätten des Bergbaus, Produktionshallen aus dem Automobilbau, gewaltige landwirtschaftliche Geräte, stillgelegte Bahnhöfe oder auch die ersten Frequenzumrichter, deren Erfindung noch nicht einmal 50 Jahre zurückliegt. Viele erinnern sich beim Betrachten dieser Dinge vielleicht noch an Erlebnisse aus ihrer Kindheit, als sie selbst noch in einer Straßenbahn mit Holzbänken fuhren oder in einem Zug mit einer Dampflok.
Die moderne Technik hatte natürlich auch großen Einfluss auf die Architektur, die dadurch viel funktioneller wurde. Nicht nur riesige Produktionsstätten, sondern auch moderne Wohntrends mit großen Fenstern wurden so geboren.