Preisverdächtige Museen für Bildungsreisen

Museum mal anders: Das Gruselkabinett am Anhalter Bahnhof

Wer genug von langweiligen Kunstmuseen hat und lieber mal etwas aufregendes erleben möchte, reist am besten nach Berlin und besucht das Gruselkabinett, das zentral am Anhalter Bahnhof liegt.
Es befindet sich in einem restaurierten Bunker aus dem 2. Weltkrieg und bietet auf drei Etagen verschiedene Abteilungen, die nur für harte Gemüter geeignet sind, die sich anschließend nicht vor Angst 3 Tage unter den Daunendecken im Hotel verkriechen.

Im Obergeschoss befindet sich das eigentliche Gruselkabinett mit speziellen Gruseleffekten, die nichts mehr mit einer gängigen Geisterbahn auf einer Kirmes zu tun haben. Denn hier tun Erschrecker genau das, für was sie bezahlt werden, während Sie durch die Räume spazieren. Töne, Klänge, Menschen in Kostümen und unheimlich lebendige Szenen bringen sogar mutige Personen schnell zum Zittern. Man läuft an einem Friedhof vorbei, muss sich durch ein Bunkerlabyrinth finden und hört, riecht oder sieht immer etwas Seltsames. Man weiß nie, wer oder was einem an der nächsten Ecke erwartet und fühlt sich wie das Opfer in einem Horrorfilm.

Weiter geht die Erkundung dann im Erdgeschoss, in dem sich das Figurenkabinett mit beweglichen Figuren und spektakulären Medizinszenen der Vergangenheit befinden. Dazu zählen z.B. die mittelalterliche Beinamputation oder die Lendenoperation, bei der der Patient an den Füßen aufgehängt wurde. Zudem findet man auch einen Scheintodsarg mit Untoten, die zum Leben erwachen – das Gruseln nimmt also kein Ende!

Als letztes findet man im Untergeschoss die Bunkerausstellungen mit alten Fundsachen, wie Zeitungen aus den Kriegsjahren, Bombensplittern, Parfümfläschchen, wie dem „Weißen Flieder“, persönliche Gegenstände anonymer Personen, Luftaufnahmen von den Alliierten, alte Bunkerbaupläne und vieles mehr, sodass sich der Trip, gerade auch eil die Übernachtung in einem Hotel in Berlin günstig geworden ist, auf jeden Fall lohnt!

 
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